Unsere Vorbilder sind die Pariser Marktgärtner aus dem 19. Jahrhundert, denn sie versorgten die ganze Stadt Paris ganzjährig mit ausreichend Gemüse. Da die Gärtnereien nur 6% der Fläche der Stadt ausmachten, verstanden diese Gärtner es sehr gut mit nur wenig Fläche einen maximalen Ertrag zu erzielen.

 

Die modernen Vertreter des biointensiven Gemüseanbaus sind:

Alan Chadwick in den 60er Jahren, die Ecology-Action-

Bewegung aus den 70er Jahren, Eliot Coleman, Jean Martin

Fortier und Charles Dowding aus Groß-Britannien.

Ebenso experimentieren wir mit einer intensiven Mischkultur von Gründüngungen und Gemüsepflanzen, wie es die Familie Langenhorst in Oberösterreich erfolgreich seit Jahrzenten praktiziert.

„Was ist die biointensive Anbaumethode??“

Neben dem Fördern der Artenvielfalt ist die Erzeugung und Erhaltung eines Dauerhumus einer der wichtigsten Eckpfeiler für eine biointensive Bewirtschaftung.

Durch die Verwendung von fixen Beeten, die nur oberflächlich bearbeitet werden (no dig), einer intensiven Kompostwirtschaft und das Belassen sämtlicher Wurzeln im Boden wird innerhalb einiger Jahre eine hohe Bodenfruchtbarkeit erreicht.

Dies ermöglicht engere Pflanzabstände (biointensiv), wodurch mehr Pflanzen pro m2 Platz finden. Der Pflanzabstand wird so gewählt, dass die Blätter der Pflanzen sich bei ¾ ihrer Größe bereits berühren und somit den Boden bedecken.

 

Dies bringt einige Vorteile mit sich:

 

Da der Boden beschattet wird, verdunstet nicht soviel Wasser. Es muss daher nicht soviel beregnet werden.

 

Die Unkräuter bekommen weniger Licht und werden am Keimen gehindert - es fällt weniger Jätarbeit an.

 

Eine weitere Technik ist das Vorziehen von Jungpflanzen. Da ein fertig geerntetes Beet sofort wieder bepflanzt werden kann, sind bis zu 4 (oder mehr) Kulturen pro m2 und pro Jahr möglich.

Der Boden sollte optimaler Weise ständig einen Bewuchs haben, damit er vor Nährstoffauswaschung und Erosion geschützt ist. Die Pflanzen füttern somit den Boden und umgekehrt.

 

 

„In welche Zukunft führen uns diese Anbautechniken?“

Auf lange Sicht haben wir uns das Ziel gesetzt eine regenerative Landwirtschaft zu etablieren.

Regenerative Agrikultur ist ein System von Anbaumethoden und Prinzipien, das die Biodiversität erhöht, Böden anreichert, Wasserkreisläufe verbessert und die Leistung von Ökosystemen erhöht.

Regenerative Landwirtschaft zielt darauf ab, CO2 als Kohlenstoff im Boden und in bodennaher Biomasse anzureichern. Damit kehrt sie den gegenwärtigen globalen Trend der CO2-Anreicherung in der Atmosphäre um. Gleichzeitig erwirtschaftet sie höhere Erträge und bietet Widerstandsfähigkeit gegen den Klimawandel. Es ist jenes in sich geschlossene ausgeglichene und somit gesunde Ökosystem zu dem uns diese Art von Landwirtschaft führen kann und womit sie bereichern kann.

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© Klaus Schmid